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Sonntag, Juni 23rd, 2013 | Author:

By: Paul Lowry

Heute bin ich über einen Blog-Eintrag bei Nerdcore auf einen Beitrag des History-Blog gestossen. Anlässlich der Versteigerung einer von zwei Totenmasken Napoleons haben die Einen interessanten Artikel dazu verfasst.

Bisher war mir nicht klar das es von Napoleon, und anderen, solche Masken gibt. Ich finde es sehr faszinierend hierüber einen Eindruck vom echten Aussehen solcher historischer Persönlichkeiten zu bekommen. Portraits aus Zeiten vor der Fotografie (Fotografie ab ca 1830) sind wohl oft geschönt.

Montag, Mai 14th, 2012 | Author:

Adolf Hitler-1933
Nach langer Zeit habe ich mal wieder Fern gesehen und bin über eine dieser unsäglichen NTV-Dokumentationen gestolpert. Diese Dokumentationen sind an und für sich grausam. Zum Einen sind sie oft sehr reisserisch aufgemacht und zum Anderen merkt man Ihnen die Herkunft aus dem englischen / amerikanischen doch sehr deutlich an. Seien es die Wiederholungen nach der nicht vorhandenen Werbepause oder die darin vorkommenden deutschen deren englisches Interview übersetzt wird.

Woran ich dann doch hängen blieb war eine über ein anscheinend erst wieder aufgetauchtes Tonband mit einer privaten Unterhaltung zwischen Hitler und Carl Gustaf Emil Mannerheim, dem damaligen Oberbefehlshaber der finnischen Armee. Diese wurde wohl heimlich aufgenommen. Die Doku selbst hat mich fast in den Wahnsinn getrieben da ständig die Bedeutung dieses Tonbandes betont wurde aber immer nur kurze Ausschnitte daraus zu hören waren, nie das ganze Tonband. Daher habe ich mich auf die Suche gemacht und wen es interessiert hier ist das ganze:

Tonbandaufnahme einer privaten Konversation von Adolf Hitler

Der Unterschied zu dem was man sonst so von Hitler kennt ist dann doch beeindruckend. Vor allem interessant finde ich diesen Mitschnitt aus heutiger Sicht. Die meisten, so auch ich, kennen nur meist sehr kurze Ausschnitte von Reden in denen er eher wie ein lächerlicher Koleriker wirkt und sehr schwer nachvollziehbar ist wie dieser Mann die Leute in seinen Bann ziehen konnte.

Ach ja, positives aus der Doku auf NTV: Die Echtheit ist bestätigt. Es handelt sich bei der Aufnahme wirklich um Hitler.

Dienstag, Januar 17th, 2012 | Author:

Die Süddeutsche Zeitung hat heute in Ihrem Artikel „Frauen und Kinder zuerst – ein Mythos“ die Entstehung dieser Aussage beleuchtet. So interessant dessen Entstehungsgeschichte auch ist – viel interessanter ist die Geschlechterdiskussion die sich daraus ergibt. Die Kommentare zum Artikel sind durchaus lesenswert.

Wie im Artikel beschrieben existiert keine Vorgabe eine bestimmte Gruppe vorrangig zu evakuieren und dies ist gut so da hier selbst die kleinste Differenzierung zu einer Entscheidung über Leben und Tod von Menschen wird. Und doch ist in unserem kollektiven Gedächtnis, dank Rollenbildern, Büchern und Filmen, dieser Ausspruch verankert:

Frauen und Kinder zuerst.

Wenn man diese Aussage betrachtet kann man das nur fiktiv tun. Denn wie oben beschrieben existieren keinerlei rechtliche Regelungen. Doch was würde es bedeuten diesen Satz ernst zu nehmen? Gibt es Fakten die eine solche Sicht begünstigen würden? Genau darum geht es mir hier.

Der Gedanke dahinter scheint zu sein das man die schwächeren zuerst evakuiert aufgrund ihrer Überlebenschancen. Während einem dies bei Kindern sofort einleuchtend erscheint sieht die Sache bei Frauen ganz anders aus. Der Satz unterstellt hier, ganz im Einklang mit den sexistischen Rollenbildern seiner Zeit, das die Frau geringere Überlebenschancen hätte da sie schwächer wäre. Natürlich könnte, ebenfalls passend zum Rollenbild, davon ausgegangen werden das die Mutter wichtiger wäre als der Vater – sofern Kinder vorhanden sind. Doch diese Unterscheidung macht der Satz nicht. Doch was sagen denn die Fakten dazu?

Unterkühlung

Ich habe ein wenig recherchiert und bin über ein Referat zum Thema gestolpert das in der Zeitschrift International Journal of Aquatic Research and Education im Jahr 2008 erschien. Das Referat ist online verfügbar: „Drowning Survival in Icy Water: A Review„. Autoren sind Stathis Avramidis und Ronald Butterly.

Im Referat werden Studien genannt welche das, anscheinend offensichtliche, bestätigen: Kinder sind die Schwächeren und haben geringere Chancen eine solche Situation unbeschadet zu überleben.

Bei Erwachsenen sieht es dagegen doch schon anders aus. Das Referat enthält hierzu folgenden Satz:

Differences in drowning rates do exist between the sexes. Specifically, males have a higher incidence of drowning across all age groups, as compared with females (Lindholm & Steensberg, 2000; Nieves, Buttacovoli, Fuller, Clarke, & Schimpf, 1996; Yamamoto, Yee, Mathews, & Wiebe, 1992).

Sind die genannten Studien richtig und das Referat nicht einseitig so ist also davon auszugehen das die eigentlich schwachen in einer solchen Situation die Männer sind. Müsste der Satz, auf die Unterkühlung bezogen, dann eigentlich lauten:

Männer und Kinder zuerst

Nichtschwimmer

Doch ist die Unterkühlung ja nicht das einzige Problem. Wie sieht es denn mit dem Schwimmen an und für sich aus? Hierzu hat der DLRG die Ergebnisse einer Umfrage veröffentlicht welche er beim Kölner Institut TNS Emnid in Auftrag gegeben hatte. Die Befragung enthält hierzu folgenden Absatz:

Deutlicher ist der Unterschied, wenn wir uns die Schwimmfähigkeit bei Männern und Frauen betrachten: 82 % der Männer  bezeichnen sich als „Schwimmer“, aber nur 71,8 % der Frauen. Die ?Risikogruppe? ist beim weiblichen Geschlecht signifikant  größer als bei den Männern. Dass bei den Ertrinkungsfällen die meisten Opfer aber Männer sind, hat aus unserer Sicht zwei Gründe:

  1. Frauen schätzen ihre Leistungsfähigkeit offenbar besser ein und
  2. Sie gehen weniger Schwimmen und sind nicht so risikobereit.

Inwiefern nun durch die zwei zuletzt genannten Punkte, in Verbindung mit der größeren Anzahl an ertrunkenen Männern, die statistischen Unterschiede wieder aufheben kann ich nicht sagen. Der DLRG scheint jedenfalls dazu zu tendieren. Also kann man den Anteil der Nichtschwimmer je Geschlecht für diese Betrachtung hier wohl ausschließen. Meinem Schema folgend, bezogen auf die Schwimmfähigkeit, würde der Satz lauten

Alle Geschlechter und Kinder zuerst.

Verhalten in Extremsituationen

Hierzu habe ich den Stern-Artikel „Was der Untergang der Titanic über menschliches Verhalten verrät“ gefunden. Darin werden die Ergebnisse der Studie „Interaction of natural survival instincts and internalized social norms exploring the Titanic and Lusitania disatsters“ von Bruno S. Frey, David A. Savage und Benno Torgler dargestellt. Im Ergebnis stellt die Studie fest das beim Untergang der Titanic Frauen im Alter zwischen 16 und 35 Jahren eine um 48% höhere Überlebenschance hatten als Männer. Während beim Untergang der Lusitania in der gleichen Altersgruppe nur noch eine um 2,5 % höhere Überlebenschance hatten. Die Forscher führen diese Unterschiede hauptsächlich auf zwei Faktoren zurück:

  1. Auf der Titanic wurde die Regel „Frauen und Kinder zuerst“ von der Besatzung umgesetzt und von den Passagieren akzeptiert. Was auf der Lusitania nicht der Fall war.
  2. Die Lusitania ging viel schneller unter als die Titanic (weniger als 18 Minuten) was zu einem höheren Wettbewerb ums Überleben führte.

Die Studie ergibt für Menschen zwischen 16 und 35 eine generell höhere Überlebenschance. Sie zeigt aber auch sehr deutlich das in einer Extremsituation wie der Lusitania und ohne Umsetzung der „Frauen und Kinder zuerst“-Regel die Unterschiede geringer ausfallen.

Getreu dem Schema dieses Beitrages müsste bezogen auf Extremsituationen die Regel dann wie folgt lauten:

Alte und Kinder zuerst.

Vorläufiges Fazit

Es war sehr interessant das alles zu recherchieren aber jetzt geht mir die Zeit aus. Was kommt denn nun dabei heraus? Ich denke man kann sagen das die Diskriminierung der Frau als das schwächere Geschlecht sich hier nicht ableiten lässte (eher sogar im Gegenteil) und das rein aus diesen faktischen Gesichtspunkten die Regel keinen Bestand haben kann denn bisher waren in keinem Bereich die Frauen benachteiligt – im Gegenteil. Die Ursachen scheinen also in den Rollenbildern zu liegen.

 

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Dienstag, März 01st, 2011 | Author:

Donnerstag, Dezember 09th, 2010 | Author:

Immer mal wieder stolpert man über Zitate längst verstorbener und wundert sich wie wenig deren Aussagen an Aktualität verloren haben. So geht es mir auch mit diesem Zitat von Karl Marx wenn ich an die Wirtschaftskriese denke.

Jeder Aktienschwindler weiß, dass das Unwetter einmal einschlagen muss, aber jeder hofft, dass es das Haupt seines Nächsten trifft. Nach uns die Sintflut, ist der Wahlspruch jedes Kapitalisten.

Ich komme nicht umhin mir die Frage zu stellen ob es wohl generelle Bereiche unserer Gesellschaften gibt die unberührt bleiben von all den großen Fortschritten die wir erreicht haben und, auch wenn ich mir vieles erklären kann, so bleiben doch noch viele ungeklärte Fragen offen. Daher werde ich hier auch nicht weiter darüber schreiben und die wenigen, tapferen, Leser hier mit seitenlangen Ergüssen langweilen 🙂

Montag, August 09th, 2010 | Author:

In letzter Zeit stolpere ich immer wieder über Blogbeiträge die über das Ende der Bücher aus Papier diskutieren. Manche gehen sogar so weit das Ende als gegeben anzusehen und sehen als einzig offene Frage den Zeitpunkt. Es wird in all diesen Beiträgen darüber diskutiert wie gut zu handhaben Ebook-Reader sind, was sie kosten, wieviele Bücher man darauf zur gleichen Zeit speichern kann, wie lange die Batterien halten und natürlich darüber wie angenehm es ist damit im Bett oder auf der Couch zu lesen. Auf mehr will ich hier gar nicht eingehen denn es geht mir in diesem Artikel um die Elemente die in der Diskussion fehlen.

Mit dem Aufkommen des EBooks wurden Ängste auf Seiten der Verlage, Autoren und Händler geweckt. Ängste, das hier das gleiche geschehen könnte wie auf dem Musikmarkt. In dem die Bücher in digitalisierter Form vertrieben werden sind sie auch leicht zu kopieren, im Gegensatz zum Buch aus Papier. Das führt dazu das als erstes über DRM-Systeme diskutiert wurde die genau das verhindern sollen. So kam es zum Beispiel zu dem grotesken Vorfall das Amazon, nachdem es Probleme mit den Urheberrechten / Verlagsrechten eines Buches gab, dieses kurzerhand von den Kindle-Geräten seiner Kunden gelöscht hat obwohl diese das Buch offiziell gekauft hatten.

Das bringt mich auch schon zu dem was mir nicht gefällt an Ebooks:

  • Die meisten Privatleute sind nicht in der Lage ein ausreichendes Datensicherungskonzept für ihre privaten Daten zu implementieren. Gut zu sehen ist das bei den Fotos von den Digitalkameras. Hier kommt es immer wieder vor das bei z.Bsp. einem Platten-Crash die gesamten Familienaufnahmen der letzten zwei Jahre verloren gehen. Warum sollte das bei den digitalen Büchern anders sein? Ein Buch, geschweigendenn viele Bücher, sind schwerer zu verlieren.
  • Wenn sie mit DRM ausgestattet sind ist nicht garantiert das ich das Buch auch in 20 Jahren noch lesen kann da zu diesem Zeitpunkt das Zertifikat nicht mehr gültig ist, die Server des Buchhändlers nicht mehr verfügbar sind oder sonstige Mechanismen nicht mehr funktionieren.
  • Ein Buch aus Papier kann ich anderen Menschen problemlos ausleihen, an sie verschenken oder es sogar über bookcrossing freilassen. Selbst wenn das EBook nicht DRM geschützt wäre würde ich es kaum in gleicher Form behandeln können. Gut sichtbar wurde dieses für mich mit einem Computerspiel das ich online gekauft und lediglich heruntergeladen hatte. Obwohl der Weiterverkauf des Spiels ausdrücklich erlaubt ist war es mir nicht möglich es auf Ebay zu verkaufen da Ebay das nicht zulässt (sie können an der Stelle eine illegale Kopie nicht von einem legalen Verkauf unterscheiden). Und vor genau diesem Problem werden auch andere stehen. Möglichkeiten dieses Problem zu lösen laufen fast zwangsläufig auf DRM und eine Datensammlung hinaus die protokolliert wann wer welche Kopie gekauft, weitergegeben oder verkauft hat. Sehr kritisch meiner Ansicht nach.
  • Ich kann, bisher, EBooks nicht anonym erwerben. Während ich im Buchladen an der Ecke durchaus ein Buch kaufen kann (wenn ich es bar bezahle) ohne das dieses registriert wird. Und die Information darüber welche Bücher ich lese ist durchaus höchst interessant für Rasterfahndungen etc.

Als Fazit bleibt für mich das mir EBooks zwar einiges ermöglichen (alle frei verfügbaren Bücher aus dem Projekt Gutenberg herunterzuladen und komfortabel zu lesen oder meine gesamten Fachbücher dabei und verfügbar zu haben) aber dafür auch sehr sehr viel nehmen. Nämlich die Möglichkeit frei über das zu Verfügen was ich gekauft habe. Wenn ich das Buch nicht mehr verschenken, verleihen, verkaufen oder freilassen kann dann gehört es mir wohl auch nicht. Dann stellt sich allerdings die Frage ob man das ganze überhaupt noch als Kauf bezeichnen darf. Von daher sehe ich für mich hier eher eine Mischung. Freie Bücher, Artikel, Zeitungen auf dem EBook-Reader (wenn ich mir einen kaufe) aber alles was mehr kostet oder das ich behalten möchte als Papier.

Montag, Februar 22nd, 2010 | Author:

Ich habe gerade den Link zur Campagnen-Webseite von „Embrace Life“ des Sussex Safer Roads Partnership bekommen. Dort kann man folgendes Video sehen:

Ich finde das Video sehr beeindruckend auch wenn ich einem Kollegen recht geben muss: das Grinsen der Menschen am Anfang kann einem echt Angst machen 🙂

Insgesamt sind mir aber auch in der Vergangenheit die Campagnen aus den UK aufgefallen da diese oft und mehr auf Schockeffekte gesetzt haben.

Ich frage mich jetzt nur noch wie das erstellt wurde …. vielleicht gibt es ja irgendwo ein Making Of?

Also! Anschnallen nicht vergessen oder nur noch im Wohnzimmer fahren im Beisein von Tochter und Ehefrau. Hmm … ist das jetzt Sexismus das die zwei Mädels nicht fahren dürfen? Ach was, sie retten Ihm das Leben – helfen also dem Trottel mal wieder aus der Patsche ^^ Man kann ja die Positionen durchwechseln 🙂

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Dienstag, Februar 02nd, 2010 | Author:

Gerade eben bin ich über ein sehr interessantes Video gestolpert das die Geschichte des sogenannten Amen Break erzählt und deutlich macht wo dieser, und in welcher Form, vorkommt und welche Bedeutung er hat. Ich habe selten bessere Beispiele gefunden um das Problem mit sehr strengen Copyright-Gesetzen deutlich zu machen.

Freitag, November 20th, 2009 | Author:

Auf dem Blog einer leider verstorbenen Person bin ich über dieses Video gestolpert. Wenn ich ehrlich bin weiss ich nicht genau was ich dazu sagen soll. Ich könnte hier erzählen von Selbstaufgabe die wohl in vielen steckt, Liebe, Trauer, oder sogar von Vergänglichkeit. So genau weiss ich das im Moment nicht. Wie gut das ich das Video daher einfach einbinden und zeigen kann 🙂

Montag, August 31st, 2009 | Author:

… fängt den Wurm.

Gut und recht doch wechseln wir einmal für einen Moment die Perspektive: Was ist mit dem frühen Wurm?

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