Donnerstag, November 22nd, 2012 | Author:

By: Robert Agthe

Wie die Humanistische Union in einer Pressenachricht schreibt wurde heute im Berliner Abgeordnetenhaus über einen Gesetzesentwurf beraten der es der Polizei in Zukunft erlauben soll jede Demonstration vollständig zu filmen. Konrket soll dabei das Bundesverfassungsgesetz eingeschränkt werden so das auch ohne Anhaltspunkte für Gefahren Demonstrationen gefilmt werden dürfen. Mehr dazu im Artikel der Humanistischen Union.

Als Begründung für diese Einschränkung wird genannt das die Polizei Übersichtsaufnahmen zur besseren Lenkung der Demonstration machen wöllte. Meiner Ansicht nach kann dies allerdings ohne Probleme auch per Sprache durch den beobachtenden Polizisten erledigt werden. Wenn Demonstrationen in Zeiten der Gesichtserkennung gefilmt werden (und diese Aufnahmen gespeichert und ausgewertet werden) so ist dies nicht tragbar. Demonstrationen und Versammlungen sind ein erwünschtes und notwendiges Mittel in einer Demokratie. Wer damit rechnen muss wegen der Ausübung seiner Bürgerrechte unter weitergehende polizeiliche Beobachtung zu gelangen wird diese eventuell aus Angst nciht mehr ausüben. Wäre ich paranoid würde ich diese Regelung als einen weiteren Schritt hin zu einem Polizeistaat sehen.

Donnerstag, November 22nd, 2012 | Author:

By: cvvo

Bei der Bestandsdatenabfrage durch staatliche Stellen geht es darum welche Daten von Providern etc., die diese ohnehin speichern, staatliche Stellen in welchem Umfang und unter welchen Vorraussetzungen von den Unternehmen abfragen dürfen. Solche Bestandsdaten sind zum Beispiel die Zuordnung von IP-Adressen zu Personen wie auch Anruflisten wenn diese gespeichert werden. Kurz, alle Daten die bei einer Firma ohnehin zu einer Person existieren.

Das Bundesverfassungsgericht hat im Janur 2012 die existierenden gesetzlichen Regelungen kritisiert und für ein neues Gesetz Leitsätze verfasst (hier). Es gibt nun von Seiten der Bundesregierung einen Gesetzesentwurf für die Neuregelung (Download PDF hier). Dieser macht die Sache jedoch nicht besser sondern eher schlimmer in dem er die staatlichen Möglichkeiten sogar noch erweitert. Hier möchte ich die Stellungnahme des Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung zitieren:

Der Regierungsentwurf eines Gesetzes zur Änderung des Telekommunikationsgesetzes und zur Neuregelung der Bestandsdatenauskunft geht deutlich über die bisherige Rechtslage hinaus und baut Schutzvorschriften ab:
1. Künftig soll der Zugriff auf Kommunikationsdaten nicht mehr auf Einzelfälle beschränkt sein.
2. Es soll eine elektronische Schnittstelle zur vereinfachten Abfrage von Kommunikationsdaten eingeführt werden.
3. Die Bekanntgabe von Zugriffscodes wie PINs und Passwörter an Unbefugte soll künftig nicht mehr mit Bußgeld bedroht sein.
4. Bundeskriminalamt und Zollkriminalamt sollen in weitem Umfang Zugriff auf Kommunikationsdaten erhalten, wo Eingriffe in das Fernmeldegeheimnis bisher nicht gestattet sind (z.B. als Zentralstelle, zum Personenschutz).
In mehreren Punkten halten wir den Gesetzentwurf für verfassungswidrig:
1. Es fehlt bereits die verfassungsrechtlich gebotene abschließende Bestimmung, welche Vorschriften einen Zugriff auf Kommunikationsdaten erlauben sollen (einfachgesetzliches Zitiergebot).
2. Es fehlt die verfassungsrechtlich geforderte Beschränkung des Datenzugriffs auf Einzelfälle.
3. Entgegen den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts sollen Zugriffe auf Kommunikationsdaten durch Polizeibehörden nicht beschränkt werden auf Fälle konkreter Gefahr oder des Verdachts einer Ordnungswidrigkeit oder Straftat. Entgegen den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts soll die Identifizierung von Internetnutzern selbst zur Ermittlung geringfügiger Ordnungswidrigkeiten zugelassen werden.
4. Entgegen den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts soll die Identifizierung von Internetnutzern durch Geheimdienste keine tatsächlichen Anhaltspunkte für das Vorliegen einer konkreten Gefahr voraussetzen.
5. Es ist unklar und nicht kontrollierbar, unter welchen Voraussetzungen Anbieter Zugriffscodes wie Mailbox-PINs oder E-Mail-Passwörter an Staatsbehörden herausgeben dürfen.
6. Es fehlt die verfassungsrechtlich gebotene Benachrichtigung von Internetnutzern, deren Identität ermittelt worden ist. Der Bund will Anbietern sogar verbieten, ihre Kunden freiwillig zu benachrichtigen, selbst wo die Länder Stillschweigen nicht anordnen (z.B. bei Suizidgefahr oder Vermissten).
7. Den Datenzugriff durch eine elektronische Schnittstelle weiter zu erleichtern, ist unverhältnismäßig und verfassungswidrig.

Unsere Position ist: Der Staat darf auf Kommunikationsdaten allenfalls mit richterlicher Anordnung und zur Aufklärung schwerer Straftaten oder zur Abwehr von Gefahren für wichtige Rechtsgüter zugreifen. Einen Zugriff durch Geheimdienste lehnen wir in jedem Fall ab, ebenso wie die Herausgabe von Zugriffscodes wie PINs und Passwörtern.

Donnerstag, November 22nd, 2012 | Author:

By: European People's Party


Laut Peter Hustinx, dem Europäischen Datenschutzbeauftragen, mach sich Viviane Reding, die Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, dafür stark als verantwortliche Kommissarin für die Datenschutz-Grundverordnung eingesetzt zu werden. Dies sagte er im Rahmen eines Vortrags zur Freedom Not Fear 2012 welcher als erste Ausgabe des neuen NPEU-Podcasts verfügbar ist (ab Minute 22).
Wem die Datenschutz-Grundverordnung nichts sagt: Es ist ein Vorhaben der EU welches quasi sämtliche Regelungen zum Datenschutz neu erstellt und vereinheitlicht für ganz Europa zum Einsatz bringen will. Noch ist es nicht so weit aber es ist in Arbeit.
Warum sehe ich nun dieses Engagement von Viviane Reding als kritisch an? Sie ist aus meiner Sicht durchaus mit Vorsicht zu betrachten. So hat Sie sich nach den Protesten gegen ACTA zwar für eine Überprüfung der Regelungen zu Netzsperren eingesetzt ist aber für die anlasslose Vorratsdatenspeicherung. Eine Befürworterin der Vorratsdatenspeicherung zur Verantwortlichen für eine neue Datenschutz-Gesetzgebung zu machen halte ich für höchst gefährlich.

Donnerstag, November 22nd, 2012 | Author:

By: Guillaume Paumier

Laut einem Silikon.de-Artikel (die genannten Quellen kann ich mangels Französischkenntnissen nicht lesen) soll Sarkozys Rechner zwei Tage vor der von Ihm verlorenen Wahl infiziert worden sein.
Interessant ist auch die Formulierung:

Napolitano stellt aber auch klar, dass die beiden Viren Flame und Stuxnet niemals auf die US-Regierung zurückgeführt wurden

Die im Artikel genannte Behauptung das weder Stuxnet noch Flame auf die USA zurückgeführt werden konnten stimmt so übrigens nicht. Glaubt man diesem Artikel der Washington Post sind beide auf die USA zurückzuführen. Aber auch ohne eine direkte Bestätigung aus Regierungskreisen geht die Fachwelt davon aus das beide Viren einer Zusammenarbeit zwischen Israel und den USA entstammen.

Donnerstag, November 22nd, 2012 | Author:

By: Marco

Das BKA sucht, wie schon seit längerem immer wieder, einen Progrrammierer für ihre Schnüffel-Software. Auch Trojaner genannt. Die Stellenanzeige ist da recht deutlich:

Schaffung der technisch- kriminaltaktischen Voraussetzungen zum verdeckten polizeilichen Zugriff auf entfernte Rechnersysteme unter Beachtung insbesondere der Entwicklung im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnik.

Hoffen wir mal das sie niemanden finden. Zumindest niemand wirklich fähigen. Wenn man sich anguckt das in der Stellenausschreibung die Entgeltgruppe 12 TVÖD genannt wird, und wenn ich die TVöD Entgelttabellerichtig interpretiere, dann reden wir hier von einem Anfangsgehalt von 2.857,79 €. Das macht Hoffnung.

Donnerstag, November 22nd, 2012 | Author:

By: mikael altemark

Laut dem Yahoo! News Artikel „Man arrested in Athens over ID theft of most of Greek population“ hat die griechische Polizei in Athen einen Mann festgenommen der mal eben die persönlichen Daten von zwei dritteln der griechischen Bevölkerung (9 Millionen) verkaufen wollte. Dazu gehören so Dinge wie Ausweisdaten, Adressen, Steuernummern und Fahrzeugkennzeichen.

Und jetzt stellen wir uns das ganze vor wenn der Staat noch mehr als die oben genannten Daten über die lieben Bürger hat. Stellen wir uns einfach mal vor bei den Daten wären die der tollen neuen elektronischen Gesundheitskarte dabei oder ähnliches.

Donnerstag, November 22nd, 2012 | Author:

By: Alex Valli

Die BloomberBusinessWeek hat den Artikel „Bionic Mannequins Spy on Shoppers to Boost Luxury Sales“ veröffentlicht. Darin geht es darum das mehrere Firmen Schaufensterpuppen der italienischen Firma Almax S.p.A. gekauft haben welche wohl seit Dezember 2011 das EyeSee Mannequin anbietet.

Das besondere an diesen Schaufensterpuppen ist das in den Augen der Puppe eine Kamera eingebaut ist. Die Firma bewirbt das auf der Produktseite wie folgt:

Dank Almax und Kee Square – Spin-off der Technischen Hochschule Mailand – beschränken sich die Schaufensterfiguren von nun an nicht mehr darauf, Ihre Kollektionen auszustellen und ihre Kunden zum Ladenbesuch zu ermutigen.
Dieses Produkt kann viel mehr; es verrät Ihnen wichtige Details über die Bewunderer Ihrer Kleidungsstücke: Alter, Geschlecht, Ethnie, Andrang von Personen und wie lange sie stehen bleiben.

  1. In der Pupille der Schaufensterfigur befindet sich ein Fotoapparat, der an eine spezielle Software angeschlossen ist.
  2. Es handelt sich um eine Gesichtserkennungs-Software, die statistische Daten der Person sammeln kann, welche vor der Figur vorbeigeht.
  3. Die Software zeigt dem Kunden die gesammelten Daten, die verarbeitet und verwendet werden können, um die Reaktion der Passanten auf die Schaufenster mit den ausgestellten Kleidern zu verstehen.

Mich wundert eigentlich nur das ich erst jetzt das erste mal davon lese bzw. die Schaufensterpuppen erst seit dem letzten Jahr verkauft werden. Fehlt ja nur noch die Zusammenarbeit mit Facebook zum Beispiel um einem die Kleider die man zu lange angeguckt hat dort noch mal anzubieten. Feuchte Träume der Werber werden wahr – wenn man doch nur eine zentrale Datenbank hätte über die Menschen. Aber keine Sorge, das kommt noch. Natürlich dürfte das die Behörden dann auch interessieren. Wer weiss, vielleicht kaufen Terroristen bestimmte Kleidung?

Donnerstag, November 22nd, 2012 | Author:

U.S. Army photo by Sgt. Michael J. MacLeod

Der Titel des Artikels ist vielleicht etwas übertrieben aber er trifft es schon ganz gut. Ich werde hier auf meinem Blog eine gesonderte Kategorie einrichten welche aus meiner Sicht bedenkliche Vorkommnisse und Entwicklungen enthalten wird.
Hintergrund ist das viel zu vieles der breiten Öffentlichkeit nicht bekannt wird sondern lediglich in den entsprechenden Kreisen zirkuliert. Wenn ich mich dann mit Leuten ausserhalb dieser Kreise unterhalte entsteht dann leicht der Eindruck der Paranoia. Unabhängig davon halte ich es schon längst für nötig da diese Sachen es oft nicht an prominente Stellen in den Massenmedien schaffen.

Mittwoch, Oktober 17th, 2012 | Author:

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Samstag, Juli 28th, 2012 | Author:

Diese Anlage zum halbautomatischen Weizenanbau nimmt einem das Ernten ab – leider nicht das säen. Für viele sicherlich ein alter Hut aber mir fehlte bisher immer noch eine Möglichkeit nachzusehen wenn ich mal wieder in einer Welt Weizen anbauen wollte. Natürlich hier zum herunterladen:

Spielstand herunterladen

Category: Minecraft  |  Leave a Comment