Montag, Januar 24th, 2011 | Author: Robert

Bild von jayfreshuk

Aus aktuellem Anlass – ich habe mal wieder jemanden verflucht der meinte mir eine 27 MB große Datei per Email schicken zu müssen – hier einmal etwas Aufklärung darüber warum Leute wie ich sich immer darüber aufregen und warum es dann auch mal länger dauert eine Email herunterzuladen die einen großen Anhang hat.

Dazu muss man erst einmal wissen was eine Email ist. Eine Email ist, sehr vereinfacht dargestellt, ein haufen Text der durch die Gegend geschickt wird. Den Aufbau einer Email kann man sich ungefähr so vorstellen:

– ANFANG –
– Kopfbereich –
Von: mir@mich.de
An: du@deine.de
Betreff: Guck mal das schöne große Video an!!!
– Körper / Inhalt der Email –
Das was ich schönes geschrieben habe.
– ENDE –

Doch halt. Wo ist denn der Anhang? Das schöne Video? Tja, das ist jetzt der Punkt an dem es interessant wird. Dabei handelt es sich nämlich um einen Trick. Damit du nämlich eine Datei mit der Email mitschicken kannst zeigt dir dein Email-Programm die Datei zwar als Datei an aber was es wirklich tut ist etwas anderes. Es wandelt die Datei in Text um und hängt sie and den von dir dazugeschriebenen Text an. Ja, du hast richtig gehört. Die Datei wird in Text umgewandelt.

Zur Umwandlung in Text wird ein Verfahren benutzt das mit möglichst allem umgehen kann und das in allen Ländern und Sprachen. Das nennt sich dann BASE64 Encoding. Das ist doch toll oder? Tja, jetzt kommt der Haken:

Deine Datei wird dabei um bis zu 40% größer!!!!

Wenn unser Video also 1 MB groß ist dann ist das Video in der Email bis zu 1,4 MB groß.

Doch damit sind wir noch nicht am Ende. Dein Emailprogramm und der Emailserver sprechen eine gemeinsame Sprache, verwenden ein gemeinsames Protokoll. Diese Sprache ist super um mit Emails umzugehen sie ist allerdings nicht so toll wenn es darum geht Daten von A nach B zu bringen. Auch Email-Server sind nicht immer unbedingt darauf ausgelegt (OK, viele haben schon resigniert und versuchen das).

Was kommt dabei raus?

Wenn ich eine große Datei habe dann ist Email die denkbar schlechteste Möglichkeit!!!

Und jetzt weisst du auch warum Menschen wie ich sich über so etwas aufregen. Von Dingen wie Postfächern die insgesamt nur eine bestimmt größe haben oder dem Ärger wenn man Gigabyte an Daten sichern muss die in einem Postfach liegen will ich gar nicht erst reden.

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Samstag, Januar 15th, 2011 | Author: Robert

via nerdcore

Schön zu sehen wie sich in diesem Video zwei Herr Der Ringe Geeks mit einem Star Wars Anhänger anlegen.

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Samstag, Januar 15th, 2011 | Author: Robert

Hier einmal ein Video das Zeigt das auch Flitzer gefährlich leben. Ach ja, und endlich mal ein Beitrag der dafür sorgt das mein Blog nach Entwurf des JMStV ab 18 (oder ab 16?) wäre :-)

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Samstag, Dezember 11th, 2010 | Author: Robert

Gerade eben bin ich über ein neues “Anymous-Video” gestolpert. Die sogenannte Anonymous-Bewegung hat in der letzen Zeit in der Kontroverse rund um Wikileaks für ein ziemliches Medienecho gesorgt. In gewohnt reißerischer Manier (der Unterschied zur altbekannten Bildzeitung ist für mich schon fast nicht mehr wahrnehmbar) wird da Anonymous zur großen Bedrohung – Terroristenersatz – hochstilisiert. Doch hier erst einmal das Video:

Doch was ist eigentlich anonymous? Im Video wird beschrieben das es keine feste Organisation, Gruppe oder ähnliches ist sondern eine Idee, eine spontane Bewegung. Wer schon einmal von sogenannten Flashmobs gehört hat kann sich vielleicht etwas darunter vorstellen. Es ist eine Bewegung die aus vielen einzelnen Menschen zusammensetzt die zur gleichen Zeit von einer Sache derart stark bewegt werden das es nicht mehr genügt darüber zu diskutieren sondern der Drang etwas zu unternehmen so stark wird das eine mehr oder weniger kollektive Handlung daraus entsteht. Das ist nichts neues. Die meisten Organisationen, Vereine, Bewegungen der Vergangenheit sind so entstanden. Was jedoch relativ neu ist, und in seiner Dimension erst im Internet bekannt, ist das daraus kein fester Verein und keine hierarchische Organisationsstruktur von gleichgesinnten entsteht sondern das im Gegenteil alle einfach handeln, gemeinsam diskutieren und doch jeder für sich handelt. Man sollte nicht meinen das daraus eine koordinierte Aktion entstehen könnte doch genau das passiert in einer höchst demokratischen Art und Weise. Viele Beteiligte beginnen mit Aktionen und viele andere schließen sich einfach an. Aktionen die keine Mitmacher finden verlaufen schnell im Sand und werden oft auch mit Blick auf das höhere gemeinsame Ziel einfach aufgegeben so das am Ende eine von der Mehrheit unterstützte Aktion durchgeführt wird.

Die Anonymous-Bewegung ist im Internet enstanden. Genauer gesagt im Image-Board 4chan. Das image-board ist ein Konzept das ursprünglich aus dem Japanischen stammt. Es ist wie eine Art Forum in das jeder anonym und ohne Anmeldung Beiträge einstellen kann. Im Gegensatz zu einem Forum bleiben Beiträge jedoch nicht auf Dauer gespeichert sondern wandern immer ein Stück nach unten in der Liste wenn ein neuerer Beitrag hinzugefügt wird. Dabei ist das Image-Board so konfiguriert das nur eine begrenzte Anzahl an Beiträgen erhalten bleibt. Erreicht ein Beitrag nun das Ende der Liste weil genügend neuere hinzugefügt wurden so fällt er quasi hinten runter und wird gelöscht. Hauptziel von solchen Image-Boards war und ist, wie der Name schon sagt, das Einstellen und Kommentieren von Bildern und eben nicht nur Text. Die Anonymous-Bewegung trat meiner Erinnerung nach das erste mal in Erscheinung im Kampf gegen Scientology. Wie oben beschrieben handelt es sich aber dabei nicht zwangsweise um die gleichen Leute sondern es ist vielmehr so das lediglich der Name “Anonymous” immer wiederverwendet wird weil er den Ursprung der Bewegung (4chan) und die Art der Aktion (DDOS-Attacke, dazu später mehr) die gleichen sind.

Schlagzeilen hat diese Bewegung in den letzten Tagen sehr viele dadurch gemacht das sie Webseiten angegriffen hat die aus Ihrer Sicht gegen Wikileaks vorgegangen sind und somit gegen die freie Rede und freie Information und das freie Internet. Die Angriffe auf diese Webseiten erfolgten mittels einer sogenannten DDOS-Attacke (Distributed Denial Of Service). Grundsätzlich sehen solche Attacken so aus das innerhalb kurzer Zeit so viele Zugriffe auf eine Webseite erfolgen so das diese überlastet wird und daher für andere nicht mehr erreichbar ist. Am Besten kann man sich das noch als Sitzblockade vor dem Eingang eines Gebäudes vorstellen – dann kommt auch keiner mehr rein. Während die großen Attacken dieser Art, oft auch mit kriminellem Hintergrund, in der Vergangeneheit von sogenannten Botnetzen ausgeführt wurden ist das bei Anonymous anders. Die genannten Botnetze sind viele Rechner die mit einem Virus / Wurm infiziert wurden und ferngesteuert dazu gebracht werden eine bestimmte Adresse abzurufen. Die Anonymous-Bewegung hingegen setzt sich aus vielen Freiwilligen zusammen. Diese sitzen nun nicht dauernd da und laden die Webseite neu sondern benutzen ein Tool (genann LOIC – Low Orbit Ion Canon) bei dem man einstellen kann welche Adresse angegriffen werden soll oder ob das Programm das Ziel aus einem Chat auslesen soll. Dieses Programm führt dann Abfragen in schneller Folge aus. In Summe entsteht dann die Attacke. Das ist deshalb so besonders weil die Teilnehmer dadurch quasi direkt und persönlich an dem Protest / Angriff teilnehmen und oft auch durch ihre IP-Adresse identifizierbar sind. Es hat hier anscheinend bereits mehrere Verhaftungen von Jugendlichen in Europa gegeben.

Nun aber einmal zum Inhalt des Videos. Die Gruppe scheint aus der Beurteilung der Medien gelernt zu haben. So ist zumindest die auschweifende Erklärung über die eigenen Ziele und die Art der Gruppe zu verstehen. Es ist beachtlich welche Medienaufmerksamkeit diese kleine Gruppe (man geht von Teilnehmerzahlen zwischen 3000 und 6000 aus) erreicht hat. Teilweise kam ich mir vor wie im Sommerloch. Während hier immer wieder die Rede von einigen irregeleiteten Jugendlichen ist so lässt das Video doch vermuten das auch ältere und durchaus intelligente Leute daran beteiligt sind. Beachtlich ist das Moment das die Gruppe dieses mal entwickelt hat. Wer schon einmal versucht hat Menschen für eine gemeinsame Sache auf die Straße zu bringen – auch ohne das sie Gefahr laufen eine Straftat zu begehen – weiss wovon ich rede. Da die Teilnehmer in diesem Fall jedoch zusätzlich damit rechnen müssen von den Behörden ihrer Länder belangt zu werden erhält das Engagement eine noch größere Bedeutung. Bedenkt man nun das hier nur die Mitglieder von 4chan involviert sind die bereit sind dieses Risiko einzugehen, zu diesen Zeiten involviert waren und sich gut genug auskennen so muss man davon ausgehen das in der Gesamtbevölkerung eine viel viel höhere Anzahl an Menschen vorhanden ist welche sich, wenn auch insgeheim, den Ansichten der Gruppe anschließen würden.

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Donnerstag, Dezember 09th, 2010 | Author: Robert

Immer mal wieder stolpert man über Zitate längst verstorbener und wundert sich wie wenig deren Aussagen an Aktualität verloren haben. So geht es mir auch mit diesem Zitat von Karl Marx wenn ich an die Wirtschaftskriese denke.

Jeder Aktienschwindler weiß, dass das Unwetter einmal einschlagen muss, aber jeder hofft, dass es das Haupt seines Nächsten trifft. Nach uns die Sintflut, ist der Wahlspruch jedes Kapitalisten.

Ich komme nicht umhin mir die Frage zu stellen ob es wohl generelle Bereiche unserer Gesellschaften gibt die unberührt bleiben von all den großen Fortschritten die wir erreicht haben und, auch wenn ich mir vieles erklären kann, so bleiben doch noch viele ungeklärte Fragen offen. Daher werde ich hier auch nicht weiter darüber schreiben und die wenigen, tapferen, Leser hier mit seitenlangen Ergüssen langweilen :-)

Dienstag, November 30th, 2010 | Author: Robert

Von dem Staatsmann und Diplomat Charles-Maurice de Talleyrand-Périgord ist folgendes Zitat überliefert:

klug und fleißig — gibt’s nicht;
klug und faul — bin ich selbst;
dumm und faul — für Repräsentationszwecke noch ganz gut zu gebrauchen;
dumm und fleißig — davor behüte uns der Himmel!

Es ist immer wieder erstaunlich zu sehen wie gut manche Zitate passen und die eigene Einstellung wiederspiegeln :-)

Geht es eigentlich nur mir so oder fühlt ihr euch auch  an bestimmte “Führungspersönlichkeiten” erinnert wenn ihr den dritten Teil lest?

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Freitag, November 26th, 2010 | Author: Robert

Weil es so schön zu meinem vorigen Blog-Eintrag passt möchte ich hier auf einen Blog-Beitrag beim AK-Zensur verweisen in dem nämlich eine der Organisationen vorkommt über die ich  beim Nachverfolgen der jetzt-loeschen.de Webseitenmeldung gestolpert bin: Die FSM (Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Anbieter e.V.).

Es ist eben so, wie ich schon mehrmals feststellen musste, man sollte gar nicht erst anfangen sich mit so etwas auseinanderzusetzen. Um so mehr man weiss um so mehr wird einem auffallen und irgendwann ist dann eben mal wieder der Punkt erreicht an dem man sich am liebsten wieder frustriert und deprimiert zurückziehen will. Kann man in diesem Land eigentlich überhaupt noch irgend etwas anlangen ohne ganz dicht unter der Oberfläche auf Dreck zu stoßen?

Tja, entschuldigt diesen Ausrutscher. Ich weiss schon warum ich normalerweise hier nicht so viel schreibe :-)

Category: Politik  | Leave a Comment
Mittwoch, November 24th, 2010 | Author: Robert

Gerade eben bin ich mal wieder über das Projekt www.jetzt-loeschen.de gestolpert. Das Projekt bietet ein Ad-On für den Browser an mit dem man Webseiten melden kann. Sozusagen der Notfall-Knopf fürs Internet wenn es nach den Betreibern geht – laut Webseite zum melden von sexuellem Kindesmissbrauch. Auf der Seite wird der Begriff “Kinderporno” verwendet der an und für sich äußerst fragwürdig ist (siehe Erklärung des Mogis e.V. hierzu).

Der Weg der Beschwerde …

Nun ist es ja erst einmal etwas gutes wenn man es guten Bürgern einfacher machen möchte solche Webseiten zu melden. Im Impressum der Webseite steht ja auch das Innenministerium. Doch halt. Das Innenministerium? Sollte dafür nicht die Polizei zuständig sein? Nun ja. Schauen wir mal weiter, noch könnte das ja alles in Ordnung sein. Schaut man sich dann an was sich unter dem Menüpunkt “datenschutz” findet so erlebt man eine Überraschung:

Wenn Sie eine Seite an die Beschwerdestelle des eco e.V. durch das Add-On jetzt.löschen übermitteln, wird an einen für diesen Zweck eingerichteten Server bei der Bremer Kommunikationstechnik GmbH, Stolzenauer Straße 32, 28207 Bremen unter der Adress api.jetzt-loeschen.de ausschließlich die zu meldende URL gesendet. Der Webserver unter der Adresse api.jetzt-loeschen.de erstellt keinerlei Protokolldateien, insbebesondere zeichnet er keine IP-Adressen auf. Damit ist gewährleistet, dass jede Meldung von Ihnen vollkommen anonym ist und keinerlei personenbezogene Daten gespeichert werden.

Nun gut, braucht man ja auch nicht speichern. Dafür gibt es ja dann die Vorratsdatenspeicherung wenn es nach einigen Menschen in diesem Staat geht. Immerhin ist das ja ein Projekt von Uwe Schünemann. Schünemann sagt euch nichts? Der Mann ist Innenminister von Niedersachsen und seine Forderungen lesen sich in Summe wie der Traum vom Polizeistaat – einer der übelsten Gefährder von Freiheit in diesem unserem Staate in meinen Augen. Hier mal der Wikipedia-Artikel zu Ihm mit ein paar Auszügen (Rasterfahndung, präventive Telefonüberwachung, Bundeswehr im Inland, Flugzeuge abschießen ….).

Was soll ich jetzt also von dem Plugin halten? Auf der homepage steht ja nichts darüber wie mit den gemeldeten URL’s verfahren wird. Also schauen wir doch mal nach was der genannte eco e.V. dann damit macht und was das überhaupt ist. Der eco e.V ist ist der Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V. der die “www.internet-beschwerdestelle.de” betreibt. Laut deren Verfahrensbeschreibung ist aber auch nicht der eco e.V. für Dokumentationen von sexuellem Missbrauch an Kindern auf Internetseiten zuständig sondern der FSM e.V., der Verein “Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter”. Jetzt kommen wir der Sache langsam näher. Was macht nun also der FSM e.V. mit der Beschwerde?

Laut Beschwerdeordnung §4 Abs. 1a ist die Beschwerdestelle nur für deutsche Anbieter zuständig:

Die Beschwerdestelle ist räumlich für Beschwerden gegen Inhalteanbieter oder diejenigen, die Inhalte zum Abruf bereithalten zuständig, wenn sie ihren Sitz in Deutschland haben, ihre Inhalte von Deutschland aus anbieten oder ihre Inhalte deutlich auf den deutschen Markt ausgerichtet sind.

Und laut $4 Abs. 1b wird alles andere weitergeleitet:

Beschwerden, die sich gegen ausländische Inhalteanbieter oder diejenigen, die solche Inhalte zum Abruf im Ausland bereithalten richten, leitet die Beschwerdestelle in anonymisierter Form an eine zuständige Einrichtung weiter, sofern eine solche bekannt ist. In den Ländern, in denen Mitglieder der INHOPE Association tätig sind, sollen diese bevorzugt unterrichtet werden. Hierüber wird der Beschwerdeführer unterrichtet.

Zusätzlich findet man unter dem Punkt “Grundsätze des FSM-Beschwerdeverfahrens” noch folgenden Absatz:

Eine Zusammenarbeit mit den polizeilichen Ermittlungsbehörden oder Staatsanwaltschaft findet grundsätzlich nicht statt. In Ausnahmefällen hingegen, wenn der begründete Verdacht einer Gefahr für Leib, Leben oder Gesundheit von dargestellten Personen, insbesondere in Zusammenhang mit Kinderpornografie, besteht, werden die zuständigen Behörden nach einer Entscheidung des Vorsitzenden der Beschwerdestelle über die Beschwerde mit Ausnahme der Angaben des Beschwerdeführers informiert (§ 8 Ziffer 3 der Beschwerdeordnung).

Das ist dann doch interessant. Steht da wirklich das ich eine solche Webseite melden kann und die evtl. nie der Polizei gemeldet wird weil der Vorsitzende keine akute Gefahr mehr sieht?? Das Bild könnte ja schon älter sein. Also keine Gefahr mehr … wie schön.

Mal ganz abgesehen davon das dieses Browser-Adon ohnehin gegen die Beschwerdeordnung des FSM verstößt, zumindest wenn es so anonym ist wie auf der jetzt-loeschen.de homepage beschrieben (siehe weiter oben), Denn in der Beschwerdeordnung steht unter §3 folgendes:

  1. Beschwerden sind an die Beschwerdestelle auf elektronischem Weg durch Ausfüllen eines Formulars auf der Website der FSM (http://www.fsm.de) einzureichen. Die Beschwerdestelle bearbeitet auch Beschwerden, die über E-Mail an die Beschwerdestelle herangetragen wurden.
  2. Der Beschwerdeführer hat seinen Vor- und Nachnamen sowie seine E-Mail-Adresse anzugeben. Er soll auch seine Wohnanschrift mitteilen. Die Beschwerde hat einen Hinweis auf einen bestimmten Inhalt und eine Fundstelle zu enthalten. Der Beschwerdeführer hat den Grund für seine Beschwerde anzugeben

Damit lässt sich erst einmal festhalten das, trotz des Innenministeriums als Webseitenbetreiber von jetzt-loeschen.de die Polizei damit gar nichts zu tun hat und evtl. auch nie von der von mir gemeldeten Webseite erfahren wird. In der Beispielsektion des FSM ist dann auch nur ein Fall mit dokumentiertem Kindesmissbrauch genannt bei dem der Betreiber im Ausland sitzt. Diesen Beispielfall findet man hier:

Beschwerdeverfahren 02450: Verbreitung von Kinderpornografie auf einer Seite Seoul / Südk-Korea

Der Beschwerdeführer wandte sich an die FSM mit einer Beschwerde über eine Webseite mit kinderpornografischen Inhalten, die in Süd-Korea/ Seoul gehostet wurde.

Die Beschwerde wurde daher an die INHOPE-Partnerorganisation ICEC in Süd-Korea weitergeleitet, die das vor Ort übliche Verfahren veranlasste. Die Seite wurde innerhalb kurzer Zeit geschlossen.

Wie wir gesehen haben ist FSM e.V. nur für deutsche Betreiber zuständig und leitet alles andere weiter an INHOPE oder andere wenn bekannt. Also ab zu INHOPE der “International Association Of Internet Hotlines”. Also ein Verband der sich zum Ziel gesetzt hat die Zusammenarbeit zwischen Internet-Hotlines weltweit zu verbessern. INHOPE hat Mitglieder in vielen Ländern (Mitgliederliste). In Deutschland sind das der o.g. ECO e.V. der FSM e.V. und jugendschutz.net. Wenn die Seite als aus dem Ausland ist geht das Spiel hier munter weiter.

Beispiel Beschwerdefluss

Also nehmen wir mal an ich wäre es gewesen und hätte diese Seite mit dem dokumentierten Missbrauch von Kindern gemeldet in dem ich auf den Knopf des Ad-On in meinem Browser gedrückt hätte. Dann sähe der Fluß der Beschwerde wohl so aus:

Es hängt bei Auslandsfällen wohl davon ab wie das jeweilige Land damit umgeht bzw. welche Satzung sich der jeweilige Partner im Land gegeben hat. Aber es sieht doch so aus als wäre nicht garantiert das die Polizei in irgendeiner Form Mitteilung darüber erhält.

Was macht eigentlich ….

die Polizei? Denn oben kam sie ja nicht zwangsläufig vor. Und das obwohl nach der Löschen-statt-Sperren Diskussion und den Nachwehen immer wieder mal Statistiken und Beschwerden der Polizei zum Thema Löschen von Internetseiten durch die Medien gingen. Leider weiss ich nicht mehr bzw. müsste recherchieren und da es spät ist werde ich das vielleicht in einen zweiten Artikel packen, wenn ich Lust habe :-)

Vorläufiges Fazit

Grundsätzlich finde ich solche Meldestellen sehr gut die dann auf dem Wege des Kontakts mit anderen dafür sorgen das die entsprechenden Seiten vom Netz genommen werden. Was mir jedoch Sorgen macht ist die fehlende Beteiligung der Polizei an der ganzen Sache. Denn auch wenn das Verbreiten solcher Bilder / Videos (auch der Besitz) strafbar ist so geht es doch eigentlich um eine viel schlimmere Sache nämlich um den Missbrauch der Kinder selbst. Und das Interesse diese Täter dingfest zu machen sollte das das Engagement beim Löschen der verbreitenden Webseiten noch weit übersteigen! Und genau da ist meiner Ansicht nach die Polizei gefragt.

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Dienstag, November 23rd, 2010 | Author: Robert

Hier noch ein nettes Bildchen zum Thema:

Für die, die es noch nicht wissen: Die TSA (Transport Security Agency) ist der Verein in den USA der für die Sicherheitskontrollen an Flughäfen etc. zuständig ist.

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Montag, November 22nd, 2010 | Author: Robert

Gerade eben bin ich über die Webseite www.wirhabenkeineangst.de gestolpert. Die Aktion hat zum Ziel gegen die Momentan vom Staat betriebene Panikmache vorzugehen.

Schon seit Tagen wurmt es mich und ich hätte am liebsten bereits einen längeren Eintrag hier geschrieben aber irgendwie konnte ich mich noch nicht aufraffen. Nun ja, vielleicht hilft interessierten Menschen ja diese Aktion weiter. Auch wenn noch nicht viel zu sehen ist dort.

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